Lebenshilfe Wolfenbüttel

Wir trauern

Horst Hüther

* 31. Dezember 1946 † 01. Januar 2012

Mit tiefer Betroffenheit und Trauer nehmen wir Abschied von Horst Hüther.

Vorstände und Mitglieder der Lebenshilfevereine Helmstedt und Wolfenbüttel, der Lebenshilfe Landkreis Börde, Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter, Beschäftigte, Bewohnerinnen, Bewohner, Eltern und Freunde trauern um eine Persönlichkeit, die sich über viele Jahre als Geschäftsführer außerordentliche Verdienste erworben hat. Sein engagiertes Wirken, seine Energie, seine Verlässlichkeit und seine Hilfsbereitschaft werden wir stets in liebevoller Erinnerung behalten.

Wir blicken auf ein Lebenswerk, das höchste Achtung und Anerkennung verdient!
Horst Hüther übernahm 1975 die Geschäftsführung der Lebenshilfe in Wolfenbüttel und1977 die Geschäftsführung der Lebenshilfe in Helmstedt.
Gemeinsam mit ihm wurde 1982 die Lebenshilfe Helmstedt-Wolfenbüttel gGmbH gegründet.

Nach der Wiedervereinigung engagierte sich Horst Hüther unterstützend in Sachsen-Anhalt. Er half der Lebenshilfe des Landkreises Börde 1990 bei der Gründung der Lebenshilfe Ostfalen gGmbH und wurde auch ihr Geschäftsführer.

Bis zuletzt war es sein Wunsch, diese wichtige Verbindung und Zusammenarbeit auch in Zukunft aufrecht zu erhalten.Mit demselben Engagement wie seine beruflichen Tätigkeiten übte Horst Hüther zahlreiche Ehrenämter aus.

Als Bespiele seien genannt:
- Seit 1976 Beiratsvorsitzender des Paritätischen, Kreisgruppe Wolfenbüttel
- Ebenfalls seit 1976 Mitglied des Vorstandes des Landesverbandes des Paritätischen Niedersachsen
- Stellvertretender Landesvorsitzender des Paritätischen im Landesverband Niedersachsen
- Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen in Sachsen Anhalt
- Mitglied der Landesvorsitzenden-Konferenz der BAG WfbM und stellvertretendes Präsidiumsmitglied dort
- Mitglied des Verbandsrates beim Gesamtverband des Paritätischen und alternierender Vorsitzender
- Ehrenamtlicher Geschäftsführer der Lebenshilfe-Vereine in Helmstedt und Wolfenbüttel.

Im Rahmen einer Nebentätigkeit war er auch Dozent und Prüfungsvorsitzender der Niedersächsischen Akademie für Rehabilitationsberufe.
Im Ortsrat seines Heimatortes Leinde hat sich Horst Hüther politisch engagiert.

Inhalt und Ziel seiner verbandspolitischen Aktivitäten war, die Rechte und Ansprüche von Menschen mit Behinderung besonders auf politischer und behördlicher Ebene deutlich zu artikulieren und einzufordern.
Sein außergewöhnliches Engagement wurde entsprechend gewürdigt:

- 2003 wurde Horst Hüther die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen
- 2009 das Ehrenzeichen des Paritätischen Verbandes Niedersachsen e.V..

Eine mit Sicherheit mindestens ebensolche Würdigung seines Wirkens bedeuteten für Horst Hüther die Zuneigung und das Vertrauen, die Ehrlichkeit und die Offenheit, die zwischen ihm und den in den Einrichtungen lebenden und arbeitenden Menschen bestand.

Von besonderer Bedeutung war für ihn der intensive fachliche Austausch, auch öffentlich, auf dem Podium, in Stellungnahmen, in Diskussionen und Vorträgen. Offensiv, kritisch und äußerst kompetent setzte er sich mit Trends und Entwicklungen auseinander. Immer mit dem Blick darauf: Was macht das mit Menschen mit Behinderung? Was macht das mit denen, die für sie leben, mit den Eltern, den Familienangehörigen? Aber auch: Was bedeutet das für die, die für sie arbeiten, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Einrichtungen?

Horst Hüther hat sich mit seinem Wirken für Menschen mit Behinderung in höchstem Maß verdient gemacht!

Wir werden Horst Hüther sehr vermissen und fühlen uns verpflichtet, unsere Arbeit in seinem Sinne fortzusetzen.

Wir sind dankbar dafür, dass wir einen Teil seines Weges mit ihm gehen durften und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren! Seiner Ehefrau, seinen Töchtern und seinen Familienangehörigen sprechen wir unser aufrichtiges Mitgefühl aus. Wir wünschen ihnen, dass Sie Ihren Schmerz überwinden und wieder Vertrauen in die Zukunft finden können.

(In Anlehnung an die Rede, die Klaus Bätcke, der 1. Vorsitzenden der Lebenshilfe Wolfenbüttel e.V., auf der Trauerfeier von Horst Hüther am 07. Januar 2012 gehalten hat)